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Wir haben es gerne authentisch und schnörkellos. Wolfgang Fruth (Gesang und Harp) und Gerhard Hatscher (Gitarre und Gesang) sind die Acoustic Ramblers, zwei band- und bühnenerfahrene Musiker, ein Duo, undogmatisch und vielseitig: Songs from Mississippi-Delta, Canned Heat, Robert Johnson und den Stones – interpretiert mit einer gehörigen Portion Eigensinn.

Wir versprechen ein vielseitiges Programm, mal balladesk-besinnlich, mal gradlinig groovend, erfrischend handgemacht. Dazu gibt es spannende Geschichten rund um den Blues, am besten, ihr überzeugt euch selber, wir würden uns freuen, euch bei unseren Auftritten zu treffen.

Kritiken

Anita Rose in Deutsche Mugge zum Auftritt beim 6. Castroper Bluesfestival am 25.10.2014
Die ACOUSTIC RAMBLERS traten als Trio auf, wurden im Verlauf ihres Konzerts aber noch durch HUGGY BORGHARDT an den Tasten verstärkt. An dieser Stelle sei bereits erwähnt, dass BORGHARDT hier vom Publikum dann endlich auch den gebührenden und absolut verdienten Applaus bekam, den er eigentlich schon bei seinem Auftritt hätte ernten müssen! Zur Besetzung des Trios gehörten am Samstag Gerhard Hascher an der Gitarre, sein eigens für diesen Abend aus Heidelberg „eingeflogener“ Sohn Thilo an der Querflöte, am Saxophon und Cajón, sowie Wolfgang Furth an der Blues-Harp und am Gesangsmikrophon. Es muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass Thilo Hascher sozusagen ins kalte Wasser geworfen wurde, denn er hatte vorher überhaupt keine Gelegenheit, mit den anderen Musikern zu proben. Gerhard und Wolfgang durfte ich schon im letzten Jahr in etwas größerer Besetzung, unter anderem auch begleitet von CRAZY CHRIS KRAMER erleben und war schon gespannt, wie sich die diesjährige Besetzung schlagen würde. Auffällig war für mich schon anfangs, dass die Bühne für die Combo nicht grade optimal war, auch was die Ausleuchtung anging. Am Sound gab es dagegen nichts auszusetzen. Thilo wirkte auf seinem Platz ein bisschen verloren, was auch grade das Fotografieren seiner Person erschwerte. Ich hätte ihm im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig mehr Rampenlicht gegönnt. So schien es, dass er zumindest optisch ein zurückhaltendes Dasein fristete und sozusagen bescheiden im Hintergrund agierte. Gerhard und Wolfgang merkt man an, dass beide aufeinander eingespielt sind. Dabei ist Gerhard ein wenig mehr der hintergründige und pragmatische Musikant, wohingegen Wolfgang der agierende, erklärende und antreibende Teil der Kapelle zu sein scheint. Seine Ausführungen zu den Titeln waren sehr bildhaft und abwechslungsreich. Besonders gefallen hat mir die Anmoderation zu „Diving Duck“ (tauchende Ente). Da war die Rede von einer Ente, die in einem Fluss voll Whisky taucht und nie wieder auftauchen möchte. Wenn es ein guter Tropfen sei, sei das eine feine Vorstellung. Der Song an sich war auch sehr eingängig und Wolfgang zeigte auch hier, wie gut er es versteht, die Zuhörer mitzunehmen. Gerhard an der Gitarre, sein Sohn Thilo, sowie auch später noch HUGGYs Tastenspiel, sorgten für den musikalischen Teppich auf dem Wolfgangs Stimme getragen wurde. Zugegeben, Wolfgang besitzt ganz sicher nicht die Röhre eines Joe Cocker, seine Stimme ähnelt dafür aber mehr dem samtweichen Vortrag eines Paul Anka oder Michael Buble – also sehr angenehm! Und darum wird auf der Bühne auch weniger gerockt, sondern eher mit Elementen des Swing gearbeitet. Auch im Programm standen die Songs „St. James“, eine langsame Ballade mit wunderschöner Saxophon-Untermalung, und der „Banker Blues“, bei dem es vor der Bühne in Sachen Tanzwut immer mehr und enger wurde, und bei dem die Fotografen schon ein wenig mehr achtgeben mussten, dass sie nicht umgetanzt werden. Bei „Dirty Low Down And Bad“ fühlte ich mich in das alte New Orleans versetzt. Es fehlte nur noch das Tuten der Schaufelrad-Dampfer und leise Klänge des Mardi Gras im Hintergrund. Die Vergangenheit dieser geschichtsträchtigen Gegend Amerikas bleibt lebendig, und für mich trugen die ACOUSTIC RAMBLERS am Samstag ein Stück dazu bei. Mit „Don’t Know Where I’m Going“ stand auch ein Rory Gallagher-Song mit auf der Setlist. Zum Titel „King Of The Road“, bei dem Wolfgang zur hohen Kunst des Fingerschnippens aufrief, erklärte dieser mir später, dass jeder diesen Song kenne, ihn aber so gut wie niemand ihn live spielen würde. Mit dem Lied „Let’s Work Together“, einem alten Song von Willbert Harrison, der später von Canned Heat und unter dem Titel „Let’s Stick Together“ von Bryan Ferry gecovert wurde, neigte sich der Auftritt der Band dem Ende zu. Hierbei wurde das Trio – wie schon erwähnt – zum Quartett, bei dem HUGGY mit an den Tasten agierte und es dadruch eine fulminante Performance wurde. Die Damen und Herren vor der Bühne hatten sich im wahrsten Sinne warm getanzt und der Saal brodelte – schon während des Auftritts der ACOUSTIC RAMBLERS wurde die Stimmung von Akkord zu Akkord immer besser. Mit „Flip Flop And Fly“ endete ein fulminanter Auftritt der Musiker, der wirklich kaum Wünsche offen ließ, und der ein gut bestelltes Feld für den nächsten und letzten Programmpunkt hinterließ. Der abschließende Applaus war die verdiente Würdigung für das Trio. Mich selbst als glühendem Anhänger von Ian Anderson (Jethro Tull) hatte die Einlage von Gerhard an der Querflöte am meisten beeindruckt. Dieser erklärte mir später, dass es das einzige Stück sei, das er mit diesem Instrument begleiten könne. Die nun etwas längere Umbauphase wurde verstärkt zum Ordern von flüssigem Nachschub genutzt. Auch die Ladies and Gentlemen, die vor der Bühne das Tanzbein schwangen (es wurden im Laufe des Abends immer mehr), bekamen eine Verschnaufpause.